Praktikumsbericht von Emma Arndt

Meine Praktikumswoche in den Abteilungen Abfertigung, Sammelguteingang, Sammelgutausgang, Rechnungswesen und Leitstand im Betrieb Hans Geis GmbH + Co KG – ein Bericht von Emma Arndt.

 

 

Am 06.03.2017 war mein erster Tag in der Spedition Geis. Mir wurden gleich von der Auszubildenden Isabell Schäftner, die in der Abfertigung lernt, die Computerprogramme der Spedition erklärt und ich durfte nach wenigen Minuten selbst arbeiten, wurde aber trotzdem von Isabell beaufsichtigt, so dass ich jederzeit Fragen stellen konnte. Ich habe viele Aufträge, sowie Materiallieferungen erfasst. Gegen 12:00 Uhr hatte ich dann eine Stunde Pause. Danach erfasste ich wieder Rechnungen und Sendungen. Der erste Tag war sehr spannend und ich durfte auch viele Sachen selbst erledigen. Außerdem waren alle Mitarbeiter sehr freundlich und haben mich gut integriert. Somit hatte ich große Erwartungen an den nächsten Tag im Sammelguteingang.

An diesem Tag durfte ich allerdings nicht viele Dinge selbst erledigen, da dort überwiegend eine telefonische Klärung stattfindet. Im Sammelguteingang betreute mich der Lehrling Philipp Rekitke. Er hat mir erklärt, wie er Privatkunden avisiert, die Avisierung bestätigt, KDB-Eintragungen macht und wie er diese mit Textschlüsseln bearbeitet. Beim Avisieren werden die Privatkunden angerufen, für die Geis eine Lieferung hat. Danach wird im Programm geschaut, wann ein LKW vor Ort ist. Der Privatkunde wird gefragt, ob er zu der Zeit zu Hause ist. Das funktioniert alles, wenn der Käufer zu der Zeit da ist. Wenn er allerdings nicht da ist, wird nach einem anderen Termin gefragt. Am Nachmittag besuchte ich den betrieblichen Unterricht von Herr Hofmann.

Mittwoch, den 09.03.2017 war ich in der Abteilung des Sammelgutausgangs, wo ich Einblicke in die verschiedenen Unterteilungen Service Export, Garantie, Abholaufträge, To-Do-Listen (Computerprogramm für Geis) und Entladelisten erhielt. In jeder Unterteilung verbrachte ich ungefähr eineinhalb Stunden. Ich durfte fast nur zuschauen, da wieder viel über Telefon geklärt wurde. Von 14:25-16:00 Uhr durfte ich jedoch selbstständig Belogaufträge bearbeiten. Das sind sogenannte Beschaffungslogistikaufträge. Es gibt viele Partner und jeder hat sein Gebiet, welches er beliefert. Wenn ein Partner einen Auftrag im Gebiet von Geis in Bad Neustadt erhält, beauftragt dieser Partner Geis die Lieferung abzuholen und zuzustellen. Jetzt stellt Geis eine Rechnung an diesen Partner. So funktioniert das auch umgekehrt(wenn Geis einen Auftrag in einem anderen Gebiet bekommt). Die Unterteilung der Abholaufträge hat mir am meisten gefallen, da ich viel selbst machen konnte. Diesen Prozess zu verfolgen war sehr interessant für mich.

In der zentralen Rechnungsabteilung verbrachte ich den nächsten Tag. Hier werden alle Rechnungen von Geis und den Partnern bearbeitet. Dort durfte ich alles nach kurzer Erklärung selbst erarbeiten. Ich bekam Aufgaben von meinem Betreuer Benjamin Bach, die ich mit kleiner Startschwierigkeit trotzdem lösen konnte. Dann gab er mir Rechnungen, die ich wieder selbstständig bearbeiten durfte. Um 12:00 Uhr hatte ich dann - wie jeden Tag - eine Stunde Pause. Nach dieser habe ich dann Rechnungen eingescannt, geordnet, indexiert und archiviert, so dass später alle Mitarbeiter von jedem Computer auf sämtliche Rechnungen Zugriff haben. Viele Rechnungen haben zwei oder mehr Blätter. Alle Blätter werden eingescannt und diese müssen im Archiv unter einer Rechnungsnummer abgelegt sein. Beim Indexieren werden die Rechnungsnummern in das Programm eingegeben, damit die Rechnungen immer nach der Nummer zu suchen und finden sind.

Der letzte Tag meines Praktikums war im Leitstand der Spedition. Mein Arbeitsbeginn war nicht wie Montag bis Donnerstag um 8:00 Uhr, sondern um 7:00 Uhr. Dafür durfte ich aber schon um 15:00 Uhr nach Hause. Ich dachte immer der Leitstand macht nur die Schranke für die liefernden LKWs auf und zu, aber es steckt viel mehr Arbeit dahinter. Die Verteilung der Rohrpost des Hauses von der einen in die andere Abteilung oder die Papiere der LKW-Fahrer bearbeiten. Dazu muss man den LKWs die Tore zur Entladung/Beladung zuteilen. Außerdem notiert der Leitstand die Zeiten der An- und Abfahrten von den LKWs. Zudem wird genau geprüft, ob der LKW die richtigen Brücken/Sattel (Fachbegriffe für Anhänger) geladen hat. Wenn dies nicht der Fall ist fahren die LKWs zurück zum Tor. Der Leitstand ist sozusagen das Bindeglied für alle anderen Abteilungen.

 

6. Fazit

Meine Erwartungen waren zwar nicht groß, da mir im Vorfeld mehrfach gesagt wurde, ich werde so oder so nicht viel selbstständig machen dürfen. Sie sind um Welten übertroffen worden, da ich fast jeden Tag in Anwesenheit meines Betreuers arbeiten durfte. Ich habe zusätzlich herausgefunden, dass eine Spedition aus viel mehr Abteilungen besteht, als ich am Anfang gedacht hatte. Zu Beginn meines Praktikums glaubte ich, dass es nur die Buchhaltung, den Fuhrpark, den Leitstand und das Lager gibt. Aber eine Spedition ist vielseitiger als man denkt. Ich könnte mir aber nicht vorstellen, später als Speditionskauffrau zu arbeiten und diesen Beruf immer auszuüben. Mir hat es sehr gut gefallen, aber die Arbeit ist in einer Abteilung ziemlich einseitig, was mich später nicht mehr genug fordern würde. Die Woche war dessen ungeachtet sehr aufschlussreich und ich konnte viel für mein späteres Leben lernen. Außerdem war der Einblick in das Berufsleben sehr informativ und abwechslungsreich. Man erkennt auch deutlich, dass die Werte, die man in der Schule oder zu Hause vermittelt bekommt - zum Beispiel Teamfähigkeit, Disziplin, Selbstständigkeit oder Zuverlässigkeit - sehr wichtig für das spätere Leben sind. Man kann mit seinem Praktikumsplatz auch Pech haben, aber ich bewerte mein Praktikum eher als gelungen und gewinnbringend.

 

-        Emma Arndt, Klasse 9b